DKP im Wedding http://dkpwedding.blogsport.de Kommunist_innen im Kiez Tue, 13 Apr 2021 13:28:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Geburtstagsparty bei Teddy http://dkpwedding.blogsport.de/2021/04/13/geburtstagsparty-bei-teddy/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/04/13/geburtstagsparty-bei-teddy/#comments Tue, 13 Apr 2021 13:26:50 +0000 Administrator Allgemein Kultur Antifa http://dkpwedding.blogsport.de/2021/04/13/geburtstagsparty-bei-teddy/ 135. Geburtstag von Ernst Thälmann
Am kommenden Samstag – Kundgebung am Ernst Thälmann Denkmal, Greifswalder Straße 52, 10405 Berlin

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Bundeswehr zieht aus dem Rathaus Wedding ab http://dkpwedding.blogsport.de/2021/03/04/bundeswehr-zieht-aus-dem-rathaus-wedding-ab/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/03/04/bundeswehr-zieht-aus-dem-rathaus-wedding-ab/#comments Thu, 04 Mar 2021 11:38:01 +0000 Administrator Allgemein Wedding Kein Krieg! Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/03/04/bundeswehr-zieht-aus-dem-rathaus-wedding-ab/
30 Soldaten der Bundeswehr haben über acht Monate lang den Arbeitsplatz-Vernichter im Rathaus Wedding gegeben. Erst jetzt hat das Bezirksamt die nötigen Einstellungen vorgenommen.
Und natürlich hat der grüne Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel für die Verdrängung von Arbeitskräften durch Soldaten nur lobende Worte: „..die Soldat:innen (haben) einen wertvollen Beitrag geleistet“ und das, obwohl sie niemand mochte.

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Was passiert mit dem Marx-Engels-Denkmal? http://dkpwedding.blogsport.de/2021/03/04/was-passiert-mit-dem-marx-engels-denkmal/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/03/04/was-passiert-mit-dem-marx-engels-denkmal/#comments Thu, 04 Mar 2021 11:21:45 +0000 Administrator Allgemein Wedding Kultur http://dkpwedding.blogsport.de/2021/03/04/was-passiert-mit-dem-marx-engels-denkmal/ Bild: Geburtstagsfeier Karl Marx 5.Mai 2018
Nicht wenigen Menschen treibt die Sorge, was mit dem beliebten Denkmal für Karl Marx und Friedrich Engels in Berlins Mitte passiert.
Der Berliner Senat hat eine Ausschreibung veröffentlicht, in der es zwar heißt, dass ‚“die Denkmalgruppe wieder in die zentrale Achse zurückkehren“ soll, nur ist der alte Standort am Palast der Republik inzwischen weitreichend umgestaltet worden.
Das Denkmal von Ludwig Engelhardt steht zwar unter Schutz, wie aber ein Blick auf die St.-Hedwigs-Kathedrale zeigt, hat Denkmalschutz unter „rot-rot-grün“ wenig Geltung. Es wurde einfach zerstört.

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Spenden für den kubanischen Impfstoff! http://dkpwedding.blogsport.de/2021/02/25/spenden-fuer-den-kubanischen-impfstoff/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/02/25/spenden-fuer-den-kubanischen-impfstoff/#comments Thu, 25 Feb 2021 14:31:03 +0000 Administrator Allgemein Solidarität Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/02/25/spenden-fuer-den-kubanischen-impfstoff/ Die DKP ruft auf, Kuba bei der Entwicklung eines eigenen Impfstoffes zu unterstützen, der nicht unter kapitalistischen Bedingungen weltweit verschachert wird.
Helft Kuba helfen!

Spenden für die Impfstoffforschung in Kuba bitte an:

Spendenkonto DKP-Parteivorstand
GLS-Bank | BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE63 4306 0967 4002 4875 01
Verwendungszweck: Forschung Kuba

Donald Trump hat in seinem letzten Regierungsjahr wirkungsvoll die mörderische Blockade gegen Kuba unablässig ausgeweitet mit dem Ziel, die sozialistische Insel „zu erdrosseln“.

In dieser Situation ist der kubanischen Wissenschaft die einzigartige Leistung gelungen, in kürzester Zeit – knapp zehn Monate – vier Impfstoffe gegen das Coronavirus zu entwickeln. Heute befinden sich „Soberana 1“ und „Soberana 2“ bereits in der klinischen Erprobung, dazu kommen „Mambisa“, ein neuartiges Nasenimpfspray, und der sich in Entwicklung befindende vierte Impfstoff „Abdala“.

Diese Impfstoffentwicklung ist Hoffnung für viele in Armut gehaltene Länder der sogenannten Dritten Welt, denen der Zugang zu Impfstoffen ansonsten verwehrt bliebe. Mit dem weltweiten Einsatz der Ärztebrigaden „Henry Reeve“ unterstützt Kuba zudem den Kampf gegen die Pandemie vor Ort.

Dafür braucht Kuba unsere Solidarität, auch materiell.

Die Organisation „mediCuba-Europa“ ruft zu einer Spendenaktion auf, um das Finlay-Impfinstitut zu unterstützen. Zusammen mit der Universität von Havanna und dem Zentrum für molekulare Immunologie (CIM) ist das „Finlay“ maßgeblich an der Entwicklung der kubanischen Impfstoffe gegen Covid 19 beteiligt. Zur Überwachung und Beurteilung der Effektivität der Impfungen benötigt das Institut spezielle Geräte. Das bedeutet konkret: 350.000 Euro werden benötigt.

Die Deutsche Kommunistische Partei unterstützt, gemeinsam mit dem Netzwerk Cuba und der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, die Spendenaktion von mediCuba-Europa und ruft auf, diese Sammlung zu unterstützen.

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Blutkonserven? Wer hat’s erfunden? http://dkpwedding.blogsport.de/2021/02/12/blutkonserven-wer-hats-erfunden/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/02/12/blutkonserven-wer-hats-erfunden/#comments Fri, 12 Feb 2021 10:45:35 +0000 Administrator Allgemein Wedding Kultur Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/02/12/blutkonserven-wer-hats-erfunden/ Daniel Rapoport über die Unmöglichkeit der Filmproduktion unter kapitalistischen Bedingungen und seine Großeltern Ingeborg und Samuel Mitja Rapoport, in der ARD Charité-Serie .

Die dritte Staffel der ARD-Serie „Charité“ spielt zu Beginn der 1960 Jahre – und kommt damit nicht an Ingeborg und Mitja Rapoport vorbei. UZ sprach mit ihrem Enkel Daniel über Serienmythen und Realität.

UZ: Ihre Großeltern, Ingeborg und Samuel Mitja Rapoport, haben viele Jahre, auch 1961, an der Charité gearbeitet. Was ist Ihr Eindruck von der Serie? Von der „dichterischen Freiheit“ und der Umsetzung, von der historischen Wahrhaftigkeit?

Dr. Daniel Rapoport: Man muss die verschiedenen Mittel unterscheiden, von denen ein Film Gebrauch macht. Sachlich ist vieles zutreffend: Zum Beispiel, dass der DDR durch die offene Grenze ständig Ärzte und andere Fachkräfte verloren gingen. Oder dass es Anfang der 60er in der DDR, im Gegensatz zur Bundesrepublik, eine wirksame Impfung und eine Impfpflicht gegen Polio gab. Was übrigens eine interessante Geschichte ist, denn der Impfstoff war eine Gemeinschaftsentwicklung der USA und der Sowjetunion. Im Sommer 1961 ereignete sich kurz vor dem Mauerbau die Episode, dass Willi Stoph der Bundesrepublik diesen Sabin-Chumakov-Impfstoff anbot, man im Westen aber dahinter eine politische Finte witterte.

Insgesamt glaube ich schon, dass dem Autorenteam der Charité-Serie daran gelegen war, die Aufbaustimmung, die in den 60ern in der DDR herrschte, im Film einzufangen. Es gibt ja auch diesen dramaturgischen Bogen, dass sich die fiktive Hauptperson der Serie am Ende gegen ein Angebot aus dem Westen und stattdessen für die Charité – also auch für die DDR – entscheidet. Trotzdem misslingt diese Absicht letztlich – und zwar weniger durch sachlich Falsches oder politisch Übelmeinendes als durch den Einfall, die Serie in den Tagen des Mauerbaus anzusiedeln. Dadurch wird die Mauer sozusagen zur heimlichen Hauptperson der Serie, neben der alle anderen und selbst die Charité zu Kulisse und Statisten werden. Es müssen dann eben ständig Kampfgruppen und Polizisten durchs Bild springen, natürlich muss geschossen werden, irgendein Parteisekretär ergeht sich in drohend-zweideutigen Bemerkungen, es wird immerfort übers Eingesperrtsein geredet und so weiter. Letztlich wird dadurch wieder die altbekannte stereotype und einseitige DDR-Erzählung reproduziert, über die nachzudenken nicht lohnt und aus der sich auch gar nichts lernen lässt.

Was die Gestaltung der Figuren meiner Großeltern betrifft: Mein Großvater ist völlig falsch getroffen, aber er ist, wie auch die Kinder meiner Großeltern, letztlich nur Staffage in der Serie. Insofern empfinde ich diese Ungenauigkeit zwar als grob, aber auch als lässlich. Ironischerweise hatte mein Großvater viel von der Filmfigur des Otto Prokop (bis hin zu einer entfernten Ähnlichkeit mit Philipp Hochmair, dem Darsteller): Er war witzig, schnell, autoritär, hatte einen charmanten Wiener Dialekt und rauchte ebenfalls Zigarre. Er sprach in druckreifen Sätzen, die unfehlbar den Kern einer Sache packten, wusste enorm viel und hat auch ein Standardlehrbuch in seinem Fach verfasst.

Meine Großmutter – Imo, wie wir sie in der Familie nennen – hingegen kommt mir zumindest teilweise ganz gut getroffen vor. Sie ist ja auch eine der Hauptfiguren der Serie. In Wirklichkeit war sie allerdings viel quirliger, witziger, lustiger, nicht so übertrieben mütterlich und ernsthaft wie dargestellt. Sie hatte immer etwas Mädchenhaftes, bis ins hohe Alter. Aber dieses Offene, Zugewandte, tief an Menschen Interessierte, das von Nina Kunzendorf dargestellt wird, das hatte sie auch.

UZ: Passt die Serie, auch wenn das fachliche Engagement der handelnden Hauptfiguren gewürdigt wird, nicht sehr gut zum Ziel, die DDR endgültig zu delegitimieren? Ich hatte den Eindruck, dass da bei der Umsetzung des Themas die These von der „zweiten Diktatur“ eine Rolle spielte.

Daniel Rapoport: Na ja, das „endgültig” würde ich streichen, weil ich glaube, dass es in der Geschichte kein „endgültig“ gibt. Aber in der Tendenz ist es tatsächlich, wie schon gesagt, eine versimpelte und einseitige Darstellung. Ich glaube aber, dass es dabei weniger um Delegitimierung oder Desavouierung der DDR ging als vielmehr darum, die Serie gesamtdeutsch goutierbar zu machen und innerhalb eines längst schon woanders etablierten Interpretationsrahmens der DDR zu bleiben. An dieser „Deutung der DDR“ als „zweite deutsche Diktatur“, als „Unrechtsregime“ und so weiter muss heute niemand mehr aktiv stricken. Die existiert längst, sie ist Mainstream und bestimmt auch die Erwartungshaltung eines Großteils des Publikums.

Man darf nicht vergessen, dass das ja eine Klinik-Soap und keine Doku ist. Eine Soap ist eben dazu da, die Erwartungen ihres Publikums zu befriedigen. Stimmung und Komplizenschaft des Publikums erzeugt man durch Figurenstereotypen, die mehr vermitteln können als sie wirklich zeigen; durch Filmmusik, durch Licht, Farben, Kameraführung, Schnitt, Gestiken und Mimiken – solche Dinge.

Wenn sich zum Beispiel heute einer in einem Film, der in der DDR spielt, freut, dann immer, weil ihm ein Joch abgenommen wird oder ein Unglück ausbleibt; ein grundloses Glück und eine einfache Unbeschwertheit kann es in einer Darstellung der DDR nicht geben. Wenn so etwas dennoch einmal passiert, muss es umgehend als naiv denunziert werden. Ich bringe das nur als Beispiel für Stimmungsdetails, die mittlerweile zum Kanon der Grundregeln normaler DDR-Geschichten gehören. Ich will damit auch ausdrücken, dass ich nicht an einen aktiven politisch-didaktischen Willen glaube. Es ist eher Teil der Regeln, nach denen Unterhaltungs-TV funktioniert.

Diese Regeln haben zu einer ganz allgemeinen Geschichtenkargheit in diesem Land geführt. Westdeutsche TV-Spielfilme, wenn sie im Nachkriegsdeutschland spielen, haben eigentlich nur zwei Sujets: entweder die RAF oder die DDR. Manchmal – sehr viel seltener – gibt es noch Sachen, die im neofaschistischen Milieu angesiedelt sind. Man sieht: Themen, die den deutschen Weltbürger milde schaudern machen – und das ist auch deren Zweck und Wirkung. Ihren Reiz und ihre Faszination ziehen sie aus dem Horror des Dargestellten und der damit einhergehenden Erleichterung, dass diese Dinge vergangen oder gebannt und weit fort sind. Insofern ist das tatsächlich immer auch Rechtfertigungserzählung für die herrschenden Zustände, aber eben vermittelt und zum größten Teil entpolitisiert dadurch, dass es eigentlich nur darum geht, einen vereinheitlichten Gegenstand unterhaltsamen Schreckens zu erzeugen.

Der Kapitalismus, der ja auch als Zeitalter der Massenproduktion gleichförmiger Waren angesehen werden kann, erzeugt so paradoxerweise einen größeren Mainstream und größere Ideendürre als der Sozialismus mit seiner expliziten ideologischen Gleichschaltung es vermocht hat.

UZ: Mitja Rapoport wird, anders als Ingeborg Rapoport, vor allem als sturer, linientreuer Kommunist dargestellt, der nur Zustimmung zur Politik der DDR und der SED äußert. Wenn ich mich richtig erinnere, wird wohl nur an einer Stelle auch sein herausragender internationaler Ruf als Wissenschaftler erwähnt.

Daniel Rapoport: Ich hatte eher den Eindruck, dass er gar nicht dargestellt wird. Ihm ist im Drehbuch keine Rolle zugedacht, in der er Tiefe oder überhaupt besondere Kontur gewinnen kann. Er ist darin der Mann von Frau Professor Rapoport. Der Zuschauer erfährt nicht viel mehr, als dass er selber Wissenschaftler ist und der Vater von vier Kindern – und dass er seine Inge liebt und sich ihr angeblich unterordnet (was nicht stimmte).

In Wirklichkeit war mein Großvater ein Recke. Er hat die erste Methode zur Haltbarmachung von Blut entwickelt. Dadurch gab es plötzlich Blutkonserven; das hat tausenden amerikanischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg das Leben gerettet. Er hat auch eine Kinderkrankheit in Japan quasi einhändig ausgerottet, die sogenannte Ekiri-Krankheit, die bis dahin auch jedes Jahr viele tausend Kinder das Leben kostete. In der DDR hat er neben dem Aufbau und der Leitung des Biochemischen Instituts der Humboldt-Universität viele Jahre maßgeblich an der Erarbeitung der sogenannten Biologieprognose mitgearbeitet. Das war eine Art Strategiepapier, in dem es um die Beziehung der Wissenschaft zur Gesellschaft und insbesondere zum Bildungssystem ging. Außerdem hat er – in nur drei Monaten und komplett aus dem Kopf – das Lehrbuch „Biochemie für Mediziner“ verfasst, das für viele Jahre sowohl im Osten als auch im Westen ein Standardwerk war. Ich will damit nur andeuten, er war eine Art Universalgelehrter, von dem ein großes Charisma ausging. Nichts davon wird in dem Film sichtbar – aber ich bin ja schon sehr froh, dass meine Großmutter so prominent vorkommt und letztlich auch gewürdigt wird.

UZ: Im Zusammenhang mit Ihrer Großmutter wird in vielen Veröffentlichungen darauf verwiesen, dass sie, die in der DDR habilitierte und eine Professur erhielt, ihre Dissertation aber erst 2015, 77 Jahre nachdem man ihr im faschistischen Deutschland die Verteidigung ihrer Promotion verweigert hatte und sie emigrieren musste, verteidigte. Wie kam es dazu?

Daniel Rapoport: Zunächst einmal will ich richtigstellen, was auch in dem Film falsch rüberkommt: Meine Großmutter war durchaus promoviert. Sie hat die in Deutschland verweigerte Promotion in den USA durch zwei Jahre Forschung über ein anderes Thema nachgeholt. Die Sache mit dem Abschluss des ersten, unabgeschlossenen Promotionsverfahrens nach 77 Jahren ist schnell erzählt: Das Zustandekommen dieser erstaunlichen Geschichte ist wesentlich Herrn Koch-Gromus zu danken, dem Dekan des Hamburger Universitätsklinikums – jenes Klinikums, das Imo 1938 die Promotion verweigert hatte. Er hat sich, als er von der Geschichte mit der Promotion erfuhr, mit Imo in Verbindung gesetzt und ihr, sozusagen als Wiedergutmachung, die Verleihung eines Ehrendoktors angeboten. Imo lehnte das aber ab, sondern bestand darauf, wenn überhaupt, die verweigerte Doktorprüfung ganz regulär nachzuholen und das Verfahren nach den Regeln abzuschließen. Und zwar, wie sie von Anfang an betonte, nicht für sich, sondern stellvertretend für jene, denen diese Möglichkeit nicht noch einmal gegeben wurde. So geschah es. Imo hat noch mal richtig den Stoff ihrer Promotion gepaukt und wurde regelkonform von einer Prüfungskommission geprüft. Am Ende erhielt sie, als ältester Mensch überhaupt je, mit 102 ihren Doktortitel, ich glaube mit dem Prädikat „Magna cum laude“. Das war natürlich ein Riesending damals, die Meldung ging um die ganze Welt.

UZ: Bis zu ihrem Tod hat Ihre Großmutter die DDR verteidigt. Und wie Charlotte Misselwitz jüngst in einem Artikel in der „Berliner Zeitung“ schrieb, blieb sie überzeugt, dass das Ende der DDR und des Sozialismus in Europa nicht das Ende der Geschichte war?

Daniel Rapoport: Das stimmt. Im Film sagt sie, dass sie die DDR für das bessere Deutschland hielt – das Deutschland auch, das mit dem Faschismus gebrochen hatte und eine antifaschistische Doktrin verfolgte. Wir haben oft darüber gesprochen und waren uns einig darin, dass die DDR eine zwar kleine, aber bemerkenswerte Episode von welthistorischem Rang sei. Dass sie Stoff genug für künftige Fragen nach Staatsgestaltung und Lebenssinn bereithält.

Imo hat bis zu ihrem Tod daran geglaubt, dass die Menschen prinzipiell befähigt und deshalb auch verpflichtet sind, eine bessere und gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Sie hat immer nach Ansätzen gesucht, das zu organisieren. Ich erinnere mich, dass sie noch im hohen Alter die orthodox-marxistischen Ansichten dazu, wie dies zu erreichen sei und was alles dazu gehören müsse, um Fragen des Umweltschutzes und des Tierwohls erweitert hat. Die Einrichtung, das Denken und Wirken für diese Art Zukunft war ihr – und ihrem Mitja – das wichtigste Anliegen in ihrem Leben.

Ich will noch anfügen, dass sich genau deshalb im letzten Jahr eine Rapoport-Gesellschaft gegründet hat, die diese humanistische Tradition der Rapoports aktualisieren und fortführen will. Vor allem geht es um die Beziehungen von Wissenschaft und Gesellschaft. Unter anderem soll Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten werden, ihren eigenen Betrieb zu kritisieren, um dessen größere gesellschaftliche Verantwortung beim „Wissen schaffen“ wahrzunehmen.

Kontakt zur Rapoport-Gesellschaft unter:
rapoport.gesellschaft@gmail.com

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Im Humboldthain wird abgeholzt http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/31/im-humboldthain-wird-abgeholtzt/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/31/im-humboldthain-wird-abgeholtzt/#comments Sun, 31 Jan 2021 09:48:32 +0000 Administrator Allgemein Wedding Kultur http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/31/im-humboldthain-wird-abgeholtzt/ In der Wochenendausgabe von die junge Welt schreibt Gisela Sonnenburg eine vergleichende Parkbeschreibung und kritisiert die vorgenommen Abholzungen im Weddinger Humboldthain:

Abgeholztes Grün

…“Eine solche lebendige Sensation hat kein Park in Berlin zu bieten. Aber der Volkspark Humboldthain, dessen Baubeginn auf den 100. Geburtstag von Alexander von Humboldt fiel – also auf den 14. September 1869 – brilliert mit anderen Seltsamkeiten, auch im Winter. Allerdings sind es eher traurige Nachrichten, die von diesem Park überbracht werden. Denn hier herrscht eine regelrechte Abholzungsmanie des zuständigen Bezirksamts, das seit Jahren für immer mehr große Löcher im grünen Gefüge sorgt.

Früher, also um 1900, gab es hier noch Gewächshäuser, einen malerischen Teich und eine Kapelle, die »Himmelfahrtskirche«. All das ist verschwunden. Heute gibt es noch die Reste eines Hochbunkers zu bestaunen, den die Nazis 1941/42 als Flakturm anlegten. Mit Kletterseilen wird hier – auch im Winter – von Sportlichen die Steilwand erklommen, während der Rest der Erholungswilligen die Serpentinen der Wanderwege nutzt, um zur Plattform zu gelangen. Unterhalb des von Bäumen und Büschen bewucherten Gemäuers ranken sich Glyzinien um eine weitläufig angelegte Pergola. Sie begrenzen den dort verschwiegen liegenden Rosengarten. Viele Rosenarten werden im Frühling, Sommer und Herbst dort gehegt und gepflegt: in Beeten, als Stämme, an Spalieren. Im Winter vermisst man den Duft, der zur Saison den Rosengarten erfüllt. In den Wintermonaten ist er auch gar nicht geöffnet.

Schlimm sieht jetzt allerdings die äußere Umrandung des Rosengartens aus. Das Bezirksamt Mitte von Berlin trägt einen hochtrabenden Titel, aber um seine Gartendenkmäler – und der Humboldthain ist ein solches – kümmert es sich weniger als notdürftig. Kürzlich holzten Gartenbaukräfte den unteren Teil der Busch- und Baumumrandung des Rosengartens einfach ab. Unsachgemäßer Rückschnitt verunstaltet und tötet nun die Pflanzen. Rhododendron und Hainbuchen sollten hier als Sicht- und Schallschutz für den Rosengarten dienen. Jetzt stehen sie um ihren Bewuchs beraubt da. Der Wind fährt durch sie hindurch und wird sie austrocknen.

Auf der anderen Seite hinter dem Rosengarten wurden intakte Bäume gefällt – reihenweise. Das wird gut bezahlt. Den tatsächlichen Preis zahlen die Insekten und andere Tiere, denen jetzt der Lebensraum fehlt. Auf der anderen Seite des Weges wurde das Gehölz ausgedünnt und das Areal wird nun als Toilette benutzt. Angepflanzt wurde hier schon seit über einem Jahrzehnt nichts mehr. Nur noch abgeholzt. Keine Hecke verhindert mehr das Einsteigen in den Rosengarten über den niedrigen Zaun.

Wer die Vögel und Eichhörnchen dort mit Nüssen, Samen und Rosinen füttern will, hat es dadurch leichter als früher. Aber für die Tiere selbst muss die Abholzung ein Schock gewesen sein. Sie forderte auch manches Leben kleiner Kreaturen. Denn ohne Dickicht können Amseln, Eichelhäher und Meisen nicht existieren. Und der Plastikmüll, den menschliche Parkbenutzer zurücklassen, wird zwar ab und an eingesammelt. Aber gründlich ist die Säuberung nicht: Wer genau hinschaut, entdeckt am Waldboden verrostende Dosendeckel und ausgelaufene Batterien. So etwas würde es im Englischen Garten in München nicht geben.

Die bayerische Hauptstadt ist bekannt für zur Schau gestellte Reinlichkeit. Gehsteige und Straßen im Zentrum sind oft wie geleckt, so sauber. Auch im Englischen Garten, dem Prunkstück zentral gelegener großstädtischer Natur, wird aufgeräumt. Sogar die Sitzbänke sind intakt – und nicht wie im Berliner Tiergarten so verkommen, dass man Splitter im Gesäß riskiert. Für die ist übrigens auch der Bezirk zuständig….“

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Der Nawalny-Film und seine Auftraggeber http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/der-nawalny-film-und-seine-auftraggeber/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/der-nawalny-film-und-seine-auftraggeber/#comments Thu, 28 Jan 2021 15:58:36 +0000 Administrator Allgemein Wedding Kein Krieg! Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/der-nawalny-film-und-seine-auftraggeber/ Schnell machte es seine Runde, dass der Film über Putins angeblichen Palast im Schwarzwald produziert wurde. Inzwischen wurde allerdings auch bekannt, dass der Auftrag aus Los Angeles (USA) per Mail kam.
Die Badische Neueste Nachrichten meldeten bereits letzte Woche, dass die Betreiber der Black Forest Studios eine Anfrage aus „LA“ von einer ihnen unbekannten Firma erhielten. Die Firma war den Studio-Betreibern, obwohl sie zur US-Filmszene gute Kontakte haben, bisher nicht geläufig. Weil die Anfrage „professionell“ erschien, gab es dann eine Zusage. Die Produktion war dann sehr geheim. In mehreren Wochen wurde mit einer 20köpfigen internationalen Crew aus Berlin der Dreh für die Öffentlichkeit fertig gemacht.
Zum Schluss gab es Schnaps vom Chef Nawalny, der gerne in den Schwarzwald wiederkommen möchte.
Bezahlt wird bestimmt nicht zu wenig, vom Auftraggeber aus „LA“.

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DKP Berlin sammelt Unterschriften http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/dkp-berlin-sammelt-unterschriften/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/dkp-berlin-sammelt-unterschriften/#comments Thu, 28 Jan 2021 15:33:15 +0000 Administrator Allgemein Wedding Solidarität Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/dkp-berlin-sammelt-unterschriften/ Von Stefan Natke
Die Kommunistinnen und Kommunisten in der Bundeshauptstadt treten 2021 nicht nur zur Bundestagswahl an, sondern wollen auch für das Berliner Abgeordnetenhaus und den Senat kandidieren. Nicht nur das Unterschriftensammeln für gleich zwei Wahlkämpfe macht die Situation in Berlin besonders, die Corona-Pandemie schafft neue Bedingungen.

Einige Grundorganisationen der DKP Berlin veranstalten Infostände bei Friedensaktionen und bei „Unblock Cuba“-Aktionen und nutzen die Gelegenheiten zum aktiven Sammeln von Unterstützungsunterschriften. Auch die Luxemburg-Liebknecht-Demonstration Mitte Januar konnte dafür genutzt werden. Andere Grundorganisationen mit einem hohen Altersdurchschnitt gehen jedoch weniger auf die Straße und meiden Kontakte zu anderen Personen. Je schwieriger und eingeschränkter die Bedingungen, umso wichtiger ist die Organisation. So gibt es vor jeder Aktion Schichtpläne mit Uhrzeit und Anzahl der Sammler, in die sich die Genossinnen und Genossen eintragen.

Am LLL-Wochenende hing vor dem Friedhof der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde ein weithin sichtbares Transparent mit der Aufschrift „Frieden mit Russland und China, Schutz den arbeitenden Menschen. Wahlen 2021 – hier unterschreiben für die DKP-Kandidatur!“, gemalt von einem Genossen der Künstlergruppe „Tendenzen“. Mit Klemmbrettern, Stiften und Desinfektionsmaterial ausgerüstet, sprachen die Genossinnen und Genossen die Teilnehmer der Demonstration an und konnten 167 Unterschriften sammeln.

Positiv überraschte die Beigabe des „Berliner Anstoßes“ und des Formblattes für die Wahlunterstützung in den Berliner Ausgaben zum LLL-Wochenende der „jungen Welt, dem „Neuen Deutschland“ und der UZ. Viele Abonnentinnen und Abonnenten schickten die ausgefüllten Formblätter an die DKP Berlin.

Auch die Unterstützung befreundeter Organisationen, wie der GRH und ISOR, hilft in diesen schwierigen Zeiten. Von ihnen erhalten die Kommunistinnen und Kommunisten regelmäßig Umschläge mit Unterstützerunterschriften. Das bringt Zuversicht.

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Anstoß-Ausgabe 1/2021 http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/anstoss-ausgabe-12021/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/anstoss-ausgabe-12021/#comments Thu, 28 Jan 2021 15:26:14 +0000 Administrator Allgemein Wedding Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/28/anstoss-ausgabe-12021/ Die erste Ausgabe 2021 der Berliner DKP-Zeitung Anstoß ist da.
Diesmal u.a. mit einem Bericht über rechte Umtriebe im Berliner Hauptpersonalrat. Schon jetzt wird an dem 30. Todestag von Ronald Schernikau erinnert, einen Hinweis auf die Stele in der Chausseestraße für Karl Liebknecht…

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Uniform-Verbot? Polizeipräsidentin macht sich lächerlich http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/12/uniform-verbot-polizeipraesidentin-macht-sich-laecherlich/ http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/12/uniform-verbot-polizeipraesidentin-macht-sich-laecherlich/#comments Tue, 12 Jan 2021 10:05:53 +0000 Administrator Allgemein Solidarität Kein Krieg! Klassenkampf http://dkpwedding.blogsport.de/2021/01/12/uniform-verbot-polizeipraesidentin-macht-sich-laecherlich/ UPDATE 1: Die DKP Gießen hat heute ein Film bei youtube zur LLL-Demo veröffentlicht
UPDATE 2: Das LL-Bündnis zu den Polizeiübergriffen

Berlins Polizeipräsidentin Slowik hat gestern die Lachnummer des neuen Jahres abgesondert. Nicht nur das die FDJ-Symbole „schwer zu differenzieren“ seien, verteidigte Slowik den brutalen Zugriff auf der LLL-Demo u.a. gegen 14jährige mit dem Verstoß gegen das Uniform-Verbot.
Hemd oder Maske eine Uniform – aber nicht bei Nazis?
In III.-Weg-Uniformen sind zuletzt die Nazis vom III.Weg ungestört in Hohenschönhausen aufmarschiert, ohne von der Berliner Polizei abgeräumt zu werden. Augenscheinlich sind die „rechtsextremen Vorfälle“ bei der Berliner Polizei auch unter Slowik noch immer nicht gelöst.
Darüber hinaus zeigt sich in der Pandemie-Krise ganz deutlich, dass die Kapital-kritischen Kräfte massiv geschwächt werden und das alle systemkonforme Kräfte von Querdenkern angefangen bis zu Nazis frei agieren dürfen.

Dazu Stefan Natke von der DKP Berlin.

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