Archiv der Kategorie 'Wedding'

Veranstaltung regt kommunalen Wohnungsbau an – Jenseits der Marktlogik

Christian Sprenger berichtet in der UZ von einer Veranstaltung über Berliner Mieten

Am 19. Februar organisierte die Berliner Sektion der Sammlungsbewegung „aufstehen“ eine Podiumsveranstaltung, unterstützt von der Berliner MieterGemeinschaft (BMG e. V.): „Wiener Wohnen – Modell für Berlin?“ Michael Prütz (Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“) und Andrej Holm (HU Berlin) sprechen häufig auf mietenpolitischen Veranstaltungen. Diesmal aber ging es auch um den möglichen Neubau bezahlbarer Wohnungen. Die fünf „Mietendeckel“-Jahre zum Start eines kommunalen Wohnungsbauprogramms nutzen würde wohl auch Karin Zauner-Lohmeyer, die beruflich für den Gemeindebau der Stadt Wien tätig ist und eingangs die Situation in der österreichischen Hauptstadt darstellte, wohnungspolitisch „der Polarstern in der EU“. (mehr…)

Internationaler Frauentag: Heiß feiern und warm laufen!

In der Neuköllner Sonnenallee 101 wird am 7.März ab 18 Uhr der Internationale Frauentag gefeiert. Die DKP hat Kabarett von Jane Zahn, Musik mit Sicuri Berlin und mehr auf dem Programm.
Eintritt frei – U7 Rathaus Neukölln.

Am Internationalen Frauen*kampftag (8.3.) findet ab 14 Uhr am Leopoldplatz (U6 und 9) der „kurze Auftakt“ zur Demonstration zum Alexanderplatz statt.

Zwangsräumung von Daniel verhindern! Neuer Termin: 26.02. um 6 Uhr

Zwangsräumung von Daniel verhindern!
Mittwoch, 26. 02. 2020, 6.00 Uhr
Transvaalstraße 20, 13351 Berlin-Wedding

Seit über 36 Jahren, ein halbes Leben, nennt Daniel schon die Wohnung in der Transvaalstraße sein Zuhause. Mitten im Winter, soll nun die Räumung vollzogen werden. Seit vielen Monaten kämpfen wir gemeinsam um sein Zuhause. Doch dem Eigentümer Zunker ist die Rendite wichtiger. Alle Informationen.

Bauen, deckeln, kaufen?

Der UZ-Aufmacher von Christian Sprenger, der den Berliner Mietendeckel im Interesse der Mieter ansieht, aber das Wohnungsproblem nicht löst.

Am 22. Oktober wurde der Entwurf zum Berliner Mietendeckel beschlossen. Bis zu 1,5 Millionen Haushalte könnten davon profitieren, auch wenn er das derzeit sehr hohe Mietenniveau nur einfriert. Mietpreissenkungen sollen frühestens 2020, nur bei „Wuchermieten“ (mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete) und nach Antrag beim Bezirk möglich sein, kommen also möglicherweise für Zahnarzt-Ehepaare in Frage, nicht jedoch für Normalmieter. Die Mietrechtsreform ist dennoch im Sinne der Mieter, weil so die Aufwärtsspirale bei den Berliner Mietpreisen zumindest in den kommenden fünf Jahre gebremst werden könnte. Aber sie steht unter dem Dauerfeuer der Privatwirtschaft und ihrer politischen Vertreter. Wirklich sicher ist noch nichts, zumal das Abgeordnetenhaus erst Ende Februar darüber abstimmen soll. (mehr…)

Der „Schrittmacher“ im Oktober

Der Schrittmacher im Oktober nicht nur für Krankenhaus-Personal hat folgende Themen:

* der ver.di-Bundeskongress
* Kurzporträt über den neuen Charitè-Chef
* Kubas Gesundheitswesen und die Blockade
und mehr…hier.

Rheinmetall-Tochter Pierburg im Berliner Wedding blockiert

In der Scheringstraße 2 im Berliner Wedding wurde gestern das Tochterunternehmen Pierburg des Rüstungskonzern Rheinmetall von 20 Menschen blockiert.
Die Aktion richtete sich gegen den türkischen Einmarsch in Syrien und deutsche Rüstungsexporte an die Türkei. Ein Video bei Twitter.

Zwangsräumung am 16.10. im Wedding verhindern

Die Wohnung von Daniel soll am 16. Oktober geräumt werden. Deshalb rufen Hände Weg vom Wedding und weitere zu Aktionen dagegen auf.
MIttwoch, 16.10.2109, 6 Uhr Transvaalstraße 20 Berlin-Wedding.

Otto Nagel zum 125.

Am Geburtsort des kommunistischen Malers, Otto Nagel, hat die DKP Wedding eine rote Nelke und eine Geburtstagskarte angebracht.
Der im Berliner Wedding (Reinickendorfer Straße 67) geborene Arbeitersohn, der früh in der Arbeiterjugend aktiv wurde, war nicht nur zu Lebzeiten „DER“ Weddinger Maler. Als KPD-Mitglied überlebte er KZ-Haft und Verfolgung und engagierte sich nach 1945 am Aufbau der DDR.
Darin darf sicher auch der Grund gesucht werden, dass zum 125. von Otto Nagel nicht eine einzige Ausstellung zu seinen Ehren in Berlin stattfindet.
Die schmucklose Gedenktafel mit unpassenden Gas- und Wasser-Schildern darunter runden den kulturlosen Gesamteindruck ab.

UPDATE 28.09.2019: Nagel-Ausstellung vom 21. Mai bis zum 4. August 2020 im Schloss Biesdorf (Berlin)!

Peter Michel in jW über Otto Nagel:

Dem proletarischen Maler Otto Nagel zum 125. Geburtstag
Von Peter Michel

Dieses Leben war einmalig. (mehr…)

Kundgebung gegen „Haus und Grund“ in Neukölln

Am Mittwoch, den 25.09. findet ab 18 Uhr eine Kundgebung gegen die Mitgliederversammlung von Haus und Grund statt.
Treffpunkt ist das Hotel Mecure, Hermannstraße 214-216 (U8 Boddinstraße). Aufrufer sind Hände weg vom Wedding und Tu Mal Wat.

Tochter des Rotarmisten Laptev im Reichstag

Am 8. September war Marina, die Tochter eines Soldaten der Roten Armee, im Reichstag.
Der Rotarmist Laptev war an der Befreiung vom Faschismus in Berlin beteiligt und schrieb seinen Namen („hier war LAPTEV“) auf eine Wand im Reichstag.
Die sichtbar gerührte und stolze Tochter Marina konnte den Namenszug ihres Vaters nicht nur dem Parlamentsfernsehen und anderen Interessierten zeigen.

Die Sowjetunion hat nicht nur die meisten Opfer – ca. 27 Millionen Tote – sondern auch die Hauptlast des Kampfes gegen die faschistische Wehrmacht getragen. Von 1941 – bis 1943 musste die Rote Armee gegen ca. 75% der Wehrmachtsoldaten kämpfen. Und bis 1945 noch immer gegen 58% der faschistischen Aggressoren.

Kleiner Deckel für großen Topf

Christian Sprenger in UZ vom 06.09.2019

Der Berliner Mietendeckel, dessen Eckpunkte am 18. Juni vom Berliner Senat beschlossen worden waren (UZ vom 21. Juni), ist seit einer guten Woche wieder heißes Thema. Diesmal geht es um seine genaue Ausgestaltung. Auslöser war ein angeblich „durchgerutschtes“ Arbeitspapier der Berliner Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Partei „Die Linke“) mit sehr mieterfreundlichen Positionen: feste Mieten-Obergrenze für alle Wohnungen bis Baujahr 2013 je nach Ausstattung und Baujahr von 3,42 Euro bis maximal knapp 8 Euro pro Quadratmeter kalt, Eigenbedarf-Kündigungen nur noch nach Genehmigung des Bezirks, Möglichkeit der nachträglichen Mietenabsenkung für alle Mieter, die bisher zu viel zahlten.
Die Immobilienindustrie und ihre Funktionseliten zeterten mal wieder: Haus&Grund sah das Ende der privaten Wohnraumvermietung aufziehen, FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja nannte den Mietendeckel „zutiefst unsozial“, sieht gar eine „Enteignung“ der Vermieter. Auch Vertreter der Senatskoalition von SPD und Grünen rückten schnell von Lompschers Papier ab: Rechtlich sei das nicht haltbar, auch „faire und soziale Vermieter“ würden bestraft, das Ganze sei „zu kompliziert“ und führe „zu zu vielen Härten“.
Trotzdem dominiert der Mietendeckel seitdem die Hauptstadtmedien. Kein Wunder, denn in den letzten zehn Jahren haben sich die Berliner Mieten für Wohnungssuchende verdoppelt. Lag 2008 die durchschnittliche Angebotsmiete noch bei 5,59 Euro, sind es aktuell 11,09 Euro pro Quadratmeter.
Mittlerweile wurde aus dem Papiertiger ein Bettvorleger. Bei einer Pressekonferenz am Freitag letzter Woche stellte Lompscher die wichtigsten Inhalte des tatsächlichen Senatsentwurfs vor und die haben fast gar nichts mehr mit den eingangs erwähnten Vorschlägen gemein. Denn nun sollen jährliche Mieterhöhungen – in Höhe der Inflationsrate – doch erlaubt sein. (mehr…)

Der neue „Schrittmacher“ ist da

Seit zehn Jahren gibt es den „Schrittmacher“ die Zeitung der DKP für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Der „Schritmmacher“ wird zum Beispiel vor der Charitè im Wedding verteilt. Die Themen der August-Ausgabe:

- Gegen mehr Personal in Krankenhäuser – Berliner Senat gegen Volksentscheid
- Charitè „Bestes Klinikum mit Abrechnungsskandal
- Die Charitè wärhend des Faschismus
- AfD – sozial ist anders