Archiv der Kategorie 'Wedding'

Rheinmetall-Tochter Pierburg im Berliner Wedding blockiert

In der Scheringstraße 2 im Berliner Wedding wurde gestern das Tochterunternehmen Pierburg des Rüstungskonzern Rheinmetall von 20 Menschen blockiert.
Die Aktion richtete sich gegen den türkischen Einmarsch in Syrien und deutsche Rüstungsexporte an die Türkei. Ein Video bei Twitter.

Zwangsräumung am 16.10. im Wedding verhindern

Die Wohnung von Daniel soll am 16. Oktober geräumt werden. Deshalb rufen Hände Weg vom Wedding und weitere zu Aktionen dagegen auf.
MIttwoch, 16.10.2109, 6 Uhr Transvaalstraße 20 Berlin-Wedding.

Otto Nagel zum 125.

Am Geburtsort des kommunistischen Malers, Otto Nagel, hat die DKP Wedding eine rote Nelke und eine Geburtstagskarte angebracht.
Der im Berliner Wedding (Reinickendorfer Straße 67) geborene Arbeitersohn, der früh in der Arbeiterjugend aktiv wurde, war nicht nur zu Lebzeiten „DER“ Weddinger Maler. Als KPD-Mitglied überlebte er KZ-Haft und Verfolgung und engagierte sich nach 1945 am Aufbau der DDR.
Darin darf sicher auch der Grund gesucht werden, dass zum 125. von Otto Nagel nicht eine einzige Ausstellung zu seinen Ehren in Berlin stattfindet.
Die schmucklose Gedenktafel mit unpassenden Gas- und Wasser-Schildern darunter runden den kulturlosen Gesamteindruck ab.

UPDATE 28.09.2019: Nagel-Ausstellung vom 21. Mai bis zum 4. August 2020 im Schloss Biesdorf (Berlin)!

Peter Michel in jW über Otto Nagel:

Dem proletarischen Maler Otto Nagel zum 125. Geburtstag
Von Peter Michel

Dieses Leben war einmalig. (mehr…)

Kundgebung gegen „Haus und Grund“ in Neukölln

Am Mittwoch, den 25.09. findet ab 18 Uhr eine Kundgebung gegen die Mitgliederversammlung von Haus und Grund statt.
Treffpunkt ist das Hotel Mecure, Hermannstraße 214-216 (U8 Boddinstraße). Aufrufer sind Hände weg vom Wedding und Tu Mal Wat.

Tochter des Rotarmisten Laptev im Reichstag

Am 8. September war Marina, die Tochter eines Soldaten der Roten Armee, im Reichstag.
Der Rotarmist Laptev war an der Befreiung vom Faschismus in Berlin beteiligt und schrieb seinen Namen („hier war LAPTEV“) auf eine Wand im Reichstag.
Die sichtbar gerührte und stolze Tochter Marina konnte den Namenszug ihres Vaters nicht nur dem Parlamentsfernsehen und anderen Interessierten zeigen.

Die Sowjetunion hat nicht nur die meisten Opfer – ca. 27 Millionen Tote – sondern auch die Hauptlast des Kampfes gegen die faschistische Wehrmacht getragen. Von 1941 – bis 1943 musste die Rote Armee gegen ca. 75% der Wehrmachtsoldaten kämpfen. Und bis 1945 noch immer gegen 58% der faschistischen Aggressoren.

Kleiner Deckel für großen Topf

Christian Sprenger in UZ vom 06.09.2019

Der Berliner Mietendeckel, dessen Eckpunkte am 18. Juni vom Berliner Senat beschlossen worden waren (UZ vom 21. Juni), ist seit einer guten Woche wieder heißes Thema. Diesmal geht es um seine genaue Ausgestaltung. Auslöser war ein angeblich „durchgerutschtes“ Arbeitspapier der Berliner Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Partei „Die Linke“) mit sehr mieterfreundlichen Positionen: feste Mieten-Obergrenze für alle Wohnungen bis Baujahr 2013 je nach Ausstattung und Baujahr von 3,42 Euro bis maximal knapp 8 Euro pro Quadratmeter kalt, Eigenbedarf-Kündigungen nur noch nach Genehmigung des Bezirks, Möglichkeit der nachträglichen Mietenabsenkung für alle Mieter, die bisher zu viel zahlten.
Die Immobilienindustrie und ihre Funktionseliten zeterten mal wieder: Haus&Grund sah das Ende der privaten Wohnraumvermietung aufziehen, FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja nannte den Mietendeckel „zutiefst unsozial“, sieht gar eine „Enteignung“ der Vermieter. Auch Vertreter der Senatskoalition von SPD und Grünen rückten schnell von Lompschers Papier ab: Rechtlich sei das nicht haltbar, auch „faire und soziale Vermieter“ würden bestraft, das Ganze sei „zu kompliziert“ und führe „zu zu vielen Härten“.
Trotzdem dominiert der Mietendeckel seitdem die Hauptstadtmedien. Kein Wunder, denn in den letzten zehn Jahren haben sich die Berliner Mieten für Wohnungssuchende verdoppelt. Lag 2008 die durchschnittliche Angebotsmiete noch bei 5,59 Euro, sind es aktuell 11,09 Euro pro Quadratmeter.
Mittlerweile wurde aus dem Papiertiger ein Bettvorleger. Bei einer Pressekonferenz am Freitag letzter Woche stellte Lompscher die wichtigsten Inhalte des tatsächlichen Senatsentwurfs vor und die haben fast gar nichts mehr mit den eingangs erwähnten Vorschlägen gemein. Denn nun sollen jährliche Mieterhöhungen – in Höhe der Inflationsrate – doch erlaubt sein. (mehr…)

Der neue „Schrittmacher“ ist da

Seit zehn Jahren gibt es den „Schrittmacher“ die Zeitung der DKP für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Der „Schritmmacher“ wird zum Beispiel vor der Charitè im Wedding verteilt. Die Themen der August-Ausgabe:

- Gegen mehr Personal in Krankenhäuser – Berliner Senat gegen Volksentscheid
- Charitè „Bestes Klinikum mit Abrechnungsskandal
- Die Charitè wärhend des Faschismus
- AfD – sozial ist anders

Antifaschistischer Widerstand in einem Arbeiterbezirk – Wedding zwischen 33 und 45

Veranstaltungshinweis: 14.08.19 | 19:15 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold | Afrikanische Str. 74

Mit Hans-Rainer Sandvoß hat Hände weg vom Wedding! ein SPD-Mitglied eingeladen, das zugleich der Historischen Kommission seiner Partei in Berlin angehört.
In seinen faktenreichen Schriften ist das spürbar. Während für die SPD viel Verständnis entgegen gebracht wird, wird der kommunistische Widerstand gerne abgewertet oder geringgeschätzt.
Wir wünschen genügend „kommunistisches Feuer“ für die Veranstaltung.

Hauptstadt befestigt

Berlin hat die größte Polizeidichte je Einwohner_innen. Jetzt kommt die zweifelhafte und durch Skandale berüchtigte GSG 9 in die Hauptstadt.

Markus Bernhardt schreibt dazu in der aktuellen Ausgabe von
Unsere Zeit
(UZ)

GSG9-Einheiten ziehen nach Berlin

Mit der Stationierung der sogenannten Eliteeinheit der Bundespolizei, der GSG9, erreicht die Militarisierung der Innenpolitik einen weiteren Höhepunkt. Das Hauptquartier der Sondereinheit bleibe zwar in Sankt Augustin bei Bonn, jedoch habe die Bundespolizei mit der dauerhaften Stationierung von Kräften in Berlin auf die Entwicklung der Sicherheitslage in den vergangenen Jahren reagiert. Islamistische Terroranschläge in verschiedenen europäischen Hauptstädten hätten zur Entscheidung geführt. Jedoch soll das Sondereinsatzkommando künftig auch gegen organisierte Kriminalität eingesetzt werden können. Der Präsident der Bundespolizei-Direktion Spezialkräfte, Olaf Lindner, twitterte: „Dies ist eine weitere Stärkung der Krisen- und Reaktionsfähigkeit der Bundespolizei bei der Bekämpfung schwerer Gewaltkriminalität und Terrorismus in der Hauptstadtregion.“
Die GSG9, die fortan in der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Berlin-Spandau stationiert sein soll, wurde bereits am 26. September 1972 von Ulrich Wegener gegründet. Zweifelhaften Ruhm errang die Einheit im Herbst 1977. Damals stürmte die Einheit die von palästinensischen Aktivisten entführte „Landshut“-Maschine. Auch bei der Festnahme der RAF-Mitglieder Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen war die besagte Einheit im Einsatz. Damals kam es zu Feuergefechten zwischen den GSG9-Beamten und den RAF-Mitgliedern. Während Politik und Polizei noch heutzutage behaupten, dass Wolfgang Grams sich selbst erschossen habe, gelten seine genauen Todesumstände vielen Linken noch immer als ungeklärt. So existieren noch heute Hinweise darauf, dass Grams von den Beamten exekutiert worden sei. (mehr…)

Sommerprogramm in Berlin

Ausgewählte Veranstaltungen in der Sommerzeit:
Bereits am 19. Juli startet das Friedensturnier im Sportpark Poststadtion. Hier gibt es nicht nur Kultur und Fussball.

Am 27. Juli findet die traditionelle Fiesta de Solidaridad im Stadtpark Lichtenberg statt. Trotz 60 Jahre Wirtschaftskrieg und Terror gegen Kuba wird ordentlich gefeiert. Mit Leningrad 44 und als Kracher aus dem Ruhrpott COMPANIA BATACLAN, gab es auf dem letzten UZ-Pressefest zu sehen. Selbst „Metal-Arbeiter“ sollen schwer angetan von der Live-Band gewesen sein!

Was geschieht mit dem Thälmann-Denkmal?

Eine „künstlerische Kommentierung“ für insgesamt 180.000,00 € lässt schlimmes befürchten. So manches Denkmal aus DDR-Zeiten wurde im antikommunistischen Geist verschandelt.
Zum 75. Jahrestag der Ermordung von „Teddy“ am 18. August findet um 10 Uhr vor dem Ernst-Thälmann-Denkmal in der Greifswalder Straße (Ernst-Thälmann-Park) eine Ehrung für den legendären KPD-Vorsitzenden statt.

Und am 24. August findet an einem neuen Ort das DKP-Sommerfest statt. Ab 14.30 Uhr wird an der Weberwiese in Friedrichshain nicht nur vom Kommunismus gesprochen.

TKP-Kandidat Fatih Mehmet Maçoglu wurde zum Bürgermeister gewählt

In Dersim wurde bei den letzten Kommunalwahlen in der Türkei ein Kommunist zum Bürgermeister gewählt. ARTE hat eine Reportage darüber ausgestrahlt. Beim DKP Sommerfest ist die TKP mit einem Informationsstand vertreten. Über Nachfragen freuen sich die TKP-Genoss_innen.

Noch mehr rechte Angriffe in Berlin

Wie Apabiz aus Berlin mitteilt, ist die Zahl der Angriffe von Rechten u.a. im Jahr 2018 auf 309 (2017: 267 Übergriffe) gestiegen. Davon betroffen waren 423 Personen darunter 19 Kinder, die körperlich angegriffen wurden, dabei waren auch 115 Fälle schwerer Körperverletzungen.
Der Anstieg ist als Resultat rechter Politik, wie durch die AfD zu betrachten – hat aber auch mit den gewollten ergebnislosen Ermittlungen der Strafbehörden zu tun. Nicht zu vergessen die extrem rechten Bekundungen von LKA-Mitarbeiter_innen. Passt schon, von der Seite des Staates…

Berliner Mietendeckel?

In einem Beitrag in der UZ beleuchtet Christian Sprenger die Hintergründe des Mietendeckels. „Fünf Jahre ohne Erhöhung“?

Offenbar tut sich was zugunsten der Berliner Mieterinnen und Mieter: Der Senat startete am 18. Juni die Initiative für einen „Mietendeckel“. Packt die Berliner Landesregierung diese dringend nötige Verschärfung der bisher wirkungslosen „Mietpreisbremse“ gerade jetzt an, um der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ den Wind aus den Segeln zu nehmen? Immerhin konnte diese letzten Freitag 77 000 Unterschriften für ihre Initiative einreichen.
Der „Mietendeckel“ sieht zwar keine umfassenden Mietsenkungen vor, wäre jedoch zweifellos zu begrüßen. Durch ihn würden alle Mieten in der Hauptstadt, ob hoch oder niedrig, für die kommenden fünf Jahre eingefroren. Auch bei Neuvermietungen soll die bisherige Miethöhe verpflichtend sein. Modernisierungsumlagen, vor allem auch „energetische Sanierungen“, wären mit dem neuen Gesetz genehmigungspflichtig. Und liegt die Miete einer Wohnung deutlich über dem ortsüblichen Mietspiegelwert, sollen für die geschröpften Mieter künftig Absenkungsbegehren auf eine Art allgemeingültige Mietobergrenze möglich sein. Bei Verstößen gegen das Gesetz drohen drastische Geldstrafen. Auch wenn hier nur die wichtigsten Punkte beschrieben werden können und der tatsächliche Gesetzentwurf noch gar nicht vorliegt, ist klar, dass ein solches Gesetz einen Stopp der Mietpreisspirale nach oben bedeuten könnte.
Also eine Kehrtwende in der bisherigen kapitalfreundlichen Wohnungspolitik? Das jedenfalls lässt der Proteststurm der Immobilienlobby und ihrer politischen Vertreter vermuten. (mehr…)