Archiv der Kategorie 'Klassenkampf'

Lesenswert: Der Anstoß 2-2021 ist da!

In der neuen Ausgabe vom Berliner Anstoß gibt es nicht nur ein Interview mit Michael Prütz von DW und Co. enteignen, die noch immer nicht restlos aufgeklärte Nazi-Anschlagsserie in Neukölln, wichtige Informationen zu den Wahlen und natürlich die Kulturseite nicht nur für einschlägig Belastete und noch mehr.
Übrigens der Anstoß kann auch abonniert werden, wie auch die große Schwester.

Bundeswehr zieht aus dem Rathaus Wedding ab


30 Soldaten der Bundeswehr haben über acht Monate lang den Arbeitsplatz-Vernichter im Rathaus Wedding gegeben. Erst jetzt hat das Bezirksamt die nötigen Einstellungen vorgenommen.
Und natürlich hat der grüne Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel für die Verdrängung von Arbeitskräften durch Soldaten nur lobende Worte: „..die Soldat:innen (haben) einen wertvollen Beitrag geleistet“ und das, obwohl sie niemand mochte.

Spenden für den kubanischen Impfstoff!

Die DKP ruft auf, Kuba bei der Entwicklung eines eigenen Impfstoffes zu unterstützen, der nicht unter kapitalistischen Bedingungen weltweit verschachert wird.
Helft Kuba helfen!

Spenden für die Impfstoffforschung in Kuba bitte an:

Spendenkonto DKP-Parteivorstand
GLS-Bank | BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE63 4306 0967 4002 4875 01
Verwendungszweck: Forschung Kuba

Donald Trump hat in seinem letzten Regierungsjahr wirkungsvoll die mörderische Blockade gegen Kuba unablässig ausgeweitet mit dem Ziel, die sozialistische Insel „zu erdrosseln“.

In dieser Situation ist der kubanischen Wissenschaft die einzigartige Leistung gelungen, in kürzester Zeit – knapp zehn Monate – vier Impfstoffe gegen das Coronavirus zu entwickeln. Heute befinden sich „Soberana 1“ und „Soberana 2“ bereits in der klinischen Erprobung, dazu kommen „Mambisa“, ein neuartiges Nasenimpfspray, und der sich in Entwicklung befindende vierte Impfstoff „Abdala“.

Diese Impfstoffentwicklung ist Hoffnung für viele in Armut gehaltene Länder der sogenannten Dritten Welt, denen der Zugang zu Impfstoffen ansonsten verwehrt bliebe. Mit dem weltweiten Einsatz der Ärztebrigaden „Henry Reeve“ unterstützt Kuba zudem den Kampf gegen die Pandemie vor Ort.

Dafür braucht Kuba unsere Solidarität, auch materiell. (mehr…)

Blutkonserven? Wer hat’s erfunden?

Daniel Rapoport über die Unmöglichkeit der Filmproduktion unter kapitalistischen Bedingungen und seine Großeltern Ingeborg und Samuel Mitja Rapoport, in der ARD Charité-Serie .

Die dritte Staffel der ARD-Serie „Charité“ spielt zu Beginn der 1960 Jahre – und kommt damit nicht an Ingeborg und Mitja Rapoport vorbei. UZ sprach mit ihrem Enkel Daniel über Serienmythen und Realität.

UZ: Ihre Großeltern, Ingeborg und Samuel Mitja Rapoport, haben viele Jahre, auch 1961, an der Charité gearbeitet. Was ist Ihr Eindruck von der Serie? Von der „dichterischen Freiheit“ und der Umsetzung, von der historischen Wahrhaftigkeit?

Dr. Daniel Rapoport: Man muss die verschiedenen Mittel unterscheiden, von denen ein Film Gebrauch macht. Sachlich ist vieles zutreffend: Zum Beispiel, dass der DDR durch die offene Grenze ständig Ärzte und andere Fachkräfte verloren gingen. Oder dass es Anfang der 60er in der DDR, im Gegensatz zur Bundesrepublik, eine wirksame Impfung und eine Impfpflicht gegen Polio gab. Was übrigens eine interessante Geschichte ist, denn der Impfstoff war eine Gemeinschaftsentwicklung der USA und der Sowjetunion. Im Sommer 1961 ereignete sich kurz vor dem Mauerbau die Episode, dass Willi Stoph der Bundesrepublik diesen Sabin-Chumakov-Impfstoff anbot, man im Westen aber dahinter eine politische Finte witterte.

Insgesamt glaube ich schon, dass dem Autorenteam der Charité-Serie daran gelegen war, die Aufbaustimmung, die in den 60ern in der DDR herrschte, im Film einzufangen. Es gibt ja auch diesen dramaturgischen Bogen, dass sich die fiktive Hauptperson der Serie am Ende gegen ein Angebot aus dem Westen und stattdessen für die Charité – also auch für die DDR – entscheidet. Trotzdem misslingt diese Absicht letztlich – und zwar weniger durch sachlich Falsches oder politisch Übelmeinendes als durch den Einfall, die Serie in den Tagen des Mauerbaus anzusiedeln. Dadurch wird die Mauer sozusagen zur heimlichen Hauptperson der Serie, neben der alle anderen und selbst die Charité zu Kulisse und Statisten werden. Es müssen dann eben ständig Kampfgruppen und Polizisten durchs Bild springen, natürlich muss geschossen werden, irgendein Parteisekretär ergeht sich in drohend-zweideutigen Bemerkungen, es wird immerfort übers Eingesperrtsein geredet und so weiter. Letztlich wird dadurch wieder die altbekannte stereotype und einseitige DDR-Erzählung reproduziert, über die nachzudenken nicht lohnt und aus der sich auch gar nichts lernen lässt.

Was die Gestaltung der Figuren meiner Großeltern betrifft: Mein Großvater ist völlig falsch getroffen, aber er ist, wie auch die Kinder meiner Großeltern, letztlich nur Staffage in der Serie. Insofern empfinde ich diese Ungenauigkeit zwar als grob, aber auch als lässlich. (mehr…)

Der Nawalny-Film und seine Auftraggeber

Schnell machte es seine Runde, dass der Film über Putins angeblichen Palast im Schwarzwald produziert wurde. Inzwischen wurde allerdings auch bekannt, dass der Auftrag aus Los Angeles (USA) per Mail kam.
Die Badische Neueste Nachrichten meldeten bereits letzte Woche, dass die Betreiber der Black Forest Studios eine Anfrage aus „LA“ von einer ihnen unbekannten Firma erhielten. Die Firma war den Studio-Betreibern, obwohl sie zur US-Filmszene gute Kontakte haben, bisher nicht geläufig. Weil die Anfrage „professionell“ erschien, gab es dann eine Zusage. Die Produktion war dann sehr geheim. In mehreren Wochen wurde mit einer 20köpfigen internationalen Crew aus Berlin der Dreh für die Öffentlichkeit fertig gemacht.
Zum Schluss gab es Schnaps vom Chef Nawalny, der gerne in den Schwarzwald wiederkommen möchte.
Bezahlt wird bestimmt nicht zu wenig, vom Auftraggeber aus „LA“.

DKP Berlin sammelt Unterschriften

Von Stefan Natke
Die Kommunistinnen und Kommunisten in der Bundeshauptstadt treten 2021 nicht nur zur Bundestagswahl an, sondern wollen auch für das Berliner Abgeordnetenhaus und den Senat kandidieren. Nicht nur das Unterschriftensammeln für gleich zwei Wahlkämpfe macht die Situation in Berlin besonders, die Corona-Pandemie schafft neue Bedingungen.

Einige Grundorganisationen der DKP Berlin veranstalten Infostände bei Friedensaktionen und bei „Unblock Cuba“-Aktionen und nutzen die Gelegenheiten zum aktiven Sammeln von Unterstützungsunterschriften. Auch die Luxemburg-Liebknecht-Demonstration Mitte Januar konnte dafür genutzt werden. (mehr…)

Anstoß-Ausgabe 1/2021

Die erste Ausgabe 2021 der Berliner DKP-Zeitung Anstoß ist da.
Diesmal u.a. mit einem Bericht über rechte Umtriebe im Berliner Hauptpersonalrat. Schon jetzt wird an dem 30. Todestag von Ronald Schernikau erinnert, einen Hinweis auf die Stele in der Chausseestraße für Karl Liebknecht…

Uniform-Verbot? Polizeipräsidentin macht sich lächerlich

UPDATE 1: Die DKP Gießen hat heute ein Film bei youtube zur LLL-Demo veröffentlicht
UPDATE 2: Das LL-Bündnis zu den Polizeiübergriffen

Berlins Polizeipräsidentin Slowik hat gestern die Lachnummer des neuen Jahres abgesondert. Nicht nur das die FDJ-Symbole „schwer zu differenzieren“ seien, verteidigte Slowik den brutalen Zugriff auf der LLL-Demo u.a. gegen 14jährige mit dem Verstoß gegen das Uniform-Verbot.
Hemd oder Maske eine Uniform – aber nicht bei Nazis?
In III.-Weg-Uniformen sind zuletzt die Nazis vom III.Weg ungestört in Hohenschönhausen aufmarschiert, ohne von der Berliner Polizei abgeräumt zu werden. Augenscheinlich sind die „rechtsextremen Vorfälle“ bei der Berliner Polizei auch unter Slowik noch immer nicht gelöst.
Darüber hinaus zeigt sich in der Pandemie-Krise ganz deutlich, dass die Kapital-kritischen Kräfte massiv geschwächt werden und das alle systemkonforme Kräfte von Querdenkern angefangen bis zu Nazis frei agieren dürfen.

Dazu Stefan Natke von der DKP Berlin.

Überfall auf LL-Demo

UPDATE: SDAJ zum Polizeiangriff

Brutaler Polizeieinsatz gegen Linke bei Luxemburg-Liebknecht-Gedenken. Trotz Pandemiebedingungen gehen etwa 3.000 Menschen auf die Straße Von Markus Bernhardt

Etwa 3.000 Menschen haben am Sonntag an der traditionellen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in Berlin teilgenommen. Noch bevor sich der Demonstrationszug am Frankfurter Tor in Bewegung setzen konnte, kam es zu teils äußerst brutalen Angriffen der eingesetzten Bereitschaftspolizisten auf die Anwesenden. So zeigen eine Reihe von im Internet veröffentlichten Videosequenzen, wie die Beamten auf die Demonstrationsteilnehmer einprügeln und einzelne von ihnen unter Anwendung sogenannter Schmerzgriffe abführen. Ein auf Twitter veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Beamter mit gestrecktem Bein in eine Gruppe junger Menschen springt und dabei auf Kopfhöhe nach Demonstranten tritt. Auch Pfefferspray setzte die Polizei ein. Es kam zu einer Reihe von Fest- und Ingewahrsamnahmen und auch Verletzten, zu deren genauer Anzahl von der Polizei keine konkreten Angaben gemacht wurden. Augenzeugen berichteten gegenüber jW von mindestens zehn zum Teil schwerer verletzten Demonstranten und etwa 35 Festnahmen. Auf im Internet verbreiteten Aufnahmen ist zu sehen, wie Sanitäter mehrere am Boden liegende Menschen behandeln. Selbst Minderjährige und ein Rollstuhlfahrer sollen von den Beamten attackiert worden sein. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber jW, dass letztgenannter von Polizisten »über den Gehweg geschleift« worden sei. Nach Angaben einer weiteren Beobachterin ist auch eine 14jährige Jugendliche festgenommen worden, die eine Mund-Nasen-Bedeckung mit FDJ-Symbol trug.

Auf Twitter begründete die Pressestelle der Berliner Polizei das brachiale Vorgehen damit, dass einige Teilnehmende »verbotene FDJ-Symbole« getragen und sich geweigert hätten, diese »abzulegen«. Auf jW-Anfrage teilte die Berliner Polizei mit, sich erst an diesem Montag detailliert zu dem Einsatz äußern zu wollen. Weiter auf Junge Welt

Rosa-Luxemburg-Konferenz online

http://dkpwedding.blogsport.de/images/RLK2021.png

Die diesjährige RLK findet diesmal online statt. Es entstehen dennoch hohe Kosten. Deshalb ist Solidarität nötig.

Sonntag LLL-Demo in Berlin


Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung am 10. Januar 2021 um 10.00 Uhr vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde.

Thalia macht die Tarifflucht mit fiesen Tricks

UPDATE 2: UZ-Interview Thalia drückt Löhne
UPDATE 1: Ein Jahr Gnadenfrist/ver.di will informieren nichts zu unterschreiben in jW

Wie ver.di heute mitteilt, hat das Thalia-Management rückwirkend zum 1. Januar die dreizehn Berliner Thalia-Filialen in nicht tarifgebundene Gesellschaften überführt. Betroffen davon sind 220 Beschäftige, die bisher Tariflohn erhielten, auch die Filiale im Gesundbrunnen-Center.

DKP fordert sofortige Rückkehr in den Tarifvertrag
In kapitalistischer Reinkultur nutzt das Thalia-Management die aktuelle Pandemie aus, um vollendete Tatsachen zu schaffen, sogar unter Umgehung der Mitbestimmung. So wurde zum Beispiel der Betriebsrat einfach übergangen. Die Filiale in der Betriebsratsvorsitzende arbeitet, wurde kurzerhand in eine eigene Gesellschaft ausgegründet, um den Betriebsrat aus dem Weg zu haben.
Für die Beschäftigten sollen jetzt andere Sitten herrschen. Lohn gibt es nicht mehr nach Tarif, sondern „erfolgsabhängig“. Lohnerhöhungen soll es nur nach Unternehmenserfolg geben. Ver.di fürchtet sogar weniger Lohn bei ausbleibenden Unternehmenserfolg.
Wer solche Methoden aufzieht, braucht sich nicht wundern, wenn das Thalia-Image Schaden nimmt und die Kundschaft sich dreimal überlegt, wo Bücher und vieles andere mehr einkauft werden.
Die DKP fordert das Thalia-Management auf alle eingeleiteten Schritte zuungunsten der Beschäftigen sofort rückgängig zu machen. Vom Berliner Senat fordert die DKP alle Unterstützungen für das Unternehmen von der Rückkehr zu Tarifvertrag und Einhaltung der Beschäftigtenrechte abhängig zu machen.

Die ver.di Pressemitteilung