Archiv der Kategorie 'Antifa'

Tochter des Rotarmisten Laptev im Reichstag

Am 8. September war Marina, die Tochter eines Soldaten der Roten Armee, im Reichstag.
Der Rotarmist Laptev war an der Befreiung vom Faschismus in Berlin beteiligt und schrieb seinen Namen („hier war LAPTEV“) auf eine Wand im Reichstag.
Die sichtbar gerührte und stolze Tochter Marina konnte den Namenszug ihres Vaters nicht nur dem Parlamentsfernsehen und anderen Interessierten zeigen.

Die Sowjetunion hat nicht nur die meisten Opfer – ca. 27 Millionen Tote – sondern auch die Hauptlast des Kampfes gegen die faschistische Wehrmacht getragen. Von 1941 – bis 1943 musste die Rote Armee gegen ca. 75% der Wehrmachtsoldaten kämpfen. Und bis 1945 noch immer gegen 58% der faschistischen Aggressoren.

Antifaschistischer Kiezspaziergang bleibt legal

UPDATE: UZ-Interview vom 20.09.2019 hier.

Ein Berliner DKP-Mitglied, der als Anmelder eines antifaschistischen Rundgangs in Pankow, von der Staaatanwalt angeklagt wurde, ist von dem Amtsgericht in Berlin-Moabit freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte versucht zwischen der Anmeldung des Rundgangs und der tatsächlichen Durchführung ein Verstoß des Verammlungsrechts zu konstruieren.

Dazu ein Bericht in der jW

Kommunist freigesprochen (mehr…)

Thälmann-Denkmal und die Projekte privater Investoren

In der aktuellen Unsere Zeit (UZ) setzt sich Herbert Becker mit dem öffentlichen Kunstwettbewerb und dem Einfluss privater Investoren auf das Denkmal und das Wohngebiet Ernst-Thälmann-Park auseinander. Am 11. Juli wurde hier bereits kritisiert.

Zustand vom 13. 09.2019

Durchschaubar

Thälmann-Park in Berlin soll „neu gestaltet“ werden
von Herbert Becker

In der Hauptstadt der DDR begann 1976 die Debatte, ein neues Wohngebiet auf einer 16 Hektar großen Parkanlage zu errichten. Die Abrissarbeiten der Fabrikgebäude dauerten, bis dann 1983 mit der Realisierung des Konzeptes begonnen werden konnte. Die städtebauliche Gliederung sah vor, die Parkanlage entlang der Greifswalder Straße mit dem gestalterischen Mittelpunkt eines Thälmann-Denkmals anzulegen. Achtgeschossige Wohnbauten werden flankiert von vier 12-, 15- und 18-geschossigen Wohnhochhäusern, die eigens für den Komplex entwickelt wurden. Der sowjetische Bildhauer Lew Kerbel wurde damit beauftragt, eine große Skulptur mit Ernst Thälmann zu produzieren, er schuf eine Monumentalplastik, die den Mittelpunkt der gesamten Wohn- und Parkanlage darstellt. Das Ernst-Thälmann-Denkmal ist eine der großen und wichtigen Denkmalsetzungen des DDR-Staates in seiner Hauptstadt. Es war Teil der Identität der Hauptstadt des sozialistischen Staates. Als solches besitzt es schon Denkmalwert.
Das Bezirksamt Pankow der Stadtverwaltung von Berlin schrieb Ende Juni 2019 einen öffentlichen Kunstwettbewerb aus, die sich mit dem Wohngebiet rund um den Thälmann-Park beschäftigen soll. Zur Begründung hieß es, die sich in den letzten Jahren abzeichnenden Veränderungen in der städtischen Baupolitik wie auch die Projekte privater Investoren hätten zu einer erneuten öffentlichen Diskussion über die Zukunft des Areals und seiner Umgebung sowie über dessen perspektivische Nutzung geführt, die bis heute andauert. Eine umfangreiche Ausschreibung mit all den Bedingungen für interessierte Künstlerinnen und Künstler liegt vor, erstes Kopfschütteln verursacht der Abgabetermin, für die erste Einreichung der Vorstellungen ist bereits der 26. September 2019 vorgesehen. (mehr…)

Ausstellung Unentdecktes Land

Wer die sehenswerte Ausstellung „Unentdecktes Land“ auf dem Berliner Alexanderplatz verpasst hat, kann sich hier die 51 Tafeln zur DDR von der Gründung über die Wirtschaftsordnung bis zur Annexion der DDR 1990 ansehen.

Es gibt auch einen Katalog zur Ausstellung der bei : info@unentdecktes-land.org gegen Spende bestellt werden kann.

Das war das Berliner Sommerfest 2019 der DKP

Guten Appetit hatten die Besucher_innen auf dem Sommerfest der DKP an der Weberwiese. Ein abgerundetes Programm sorgte nicht nur für gute Stimmung sondern auch für große Nachfrage z.B. am Büchertisch.
Der Ortswechsel von Pankow nach Friedrichshain ist gelungen.
Ein Video bei youtube.

Rudolf Hess-Marsch verhindern!

Am 17. August ist zu befürchten, dass Hunderte von Nazis wie im letzten Jahr, den Naziführer Hess und den Faschismus verherrlichen. Dagegen sind an vielen Orten in Berlin Aktionen gegen die Faschisten geplant.
Informationen bei Berlin gegen Nazis.

Zum Jahrestag des Mauerbaus

Sicherung am Abgrund
Arnold Schölzel zum Jahrestag des Mauerbaus
aus die UZ vom 9. August 2019

In den Jahren 1960 und 1961 lebte die Welt am Rande einer militärischen Konfrontation von USA und Sowjetunion. Die DDR war in einer tiefen Krise, Zehntausende verließen sie Monat für Monat, ihre Stabilität war bedroht – in einer Region, in der sich die größte Konzentration von Truppen und Waffen weltweit befand. Die Bundesregierung heizte die Situation an: Im September 1960 kündigte sie zum Beispiel das Handelsabkommen mit der DDR zum 31. Dezember des Jahres. Als sie es in letzter Minute wieder in Kraft setzte, war der Zweck erfüllt: Das wirtschaftliche Chaos in der DDR war größer geworden. Erst durch die Schließung der Grenze in Berlin am 13. August wurden die Kriegsgefahr gebannt und der Kollaps der DDR verhindert.
In vieler Hinsicht ähnelte die Weltlage der heutigen: Krisen, atomare Aufrüstung, „maximaler Druck“, Unberechenbarkeit. Anders als heute sprachen aber Ost und West miteinander. Selbst das Scheitern der CIA-Söldner im April 1961 in der kubanischen Schweinebucht hinderte den gerade ins Amt gekommenen US-Präsidenten John F. Kennedy und den Ersten Sekretär der KPdSU, Nikita Chrusch­tschow, nicht, sich am 3. und 4. Juni 1961 in Wien zu treffen. In der Frage von Krieg und Frieden kam es zwar zu keiner Einigung, aber zu einem Arrangement über Westberlin. Kennedy hatte offenbar keine Einwände dagegen, an dessen Trennlinie zur DDR Kontrollen einzuführen, wenn die Rechte der Westalliierten in Bezug auf Westberlin nicht angetastet wurden.
Die Initiative, feste Sperranlagen durch die Stadt und um sie herum zu bauen, ging nicht von der DDR-Führung aus. So veröffentlichte der Historiker Matthias Uhl 2009 ein Gesprächsprotokoll vom 1. August 1961, in dem Chruschtschow dem Ersten Sekretär der SED, Walter Ulbricht, über die Entscheidung, eine Mauer zu errichten, informierte. (mehr…)

Antifaschistischer Widerstand in einem Arbeiterbezirk – Wedding zwischen 33 und 45

Veranstaltungshinweis: 14.08.19 | 19:15 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold | Afrikanische Str. 74

Mit Hans-Rainer Sandvoß hat Hände weg vom Wedding! ein SPD-Mitglied eingeladen, das zugleich der Historischen Kommission seiner Partei in Berlin angehört.
In seinen faktenreichen Schriften ist das spürbar. Während für die SPD viel Verständnis entgegen gebracht wird, wird der kommunistische Widerstand gerne abgewertet oder geringgeschätzt.
Wir wünschen genügend „kommunistisches Feuer“ für die Veranstaltung.

Hauptstadt befestigt

Berlin hat die größte Polizeidichte je Einwohner_innen. Jetzt kommt die zweifelhafte und durch Skandale berüchtigte GSG 9 in die Hauptstadt.

Markus Bernhardt schreibt dazu in der aktuellen Ausgabe von
Unsere Zeit
(UZ)

GSG9-Einheiten ziehen nach Berlin

Mit der Stationierung der sogenannten Eliteeinheit der Bundespolizei, der GSG9, erreicht die Militarisierung der Innenpolitik einen weiteren Höhepunkt. Das Hauptquartier der Sondereinheit bleibe zwar in Sankt Augustin bei Bonn, jedoch habe die Bundespolizei mit der dauerhaften Stationierung von Kräften in Berlin auf die Entwicklung der Sicherheitslage in den vergangenen Jahren reagiert. Islamistische Terroranschläge in verschiedenen europäischen Hauptstädten hätten zur Entscheidung geführt. Jedoch soll das Sondereinsatzkommando künftig auch gegen organisierte Kriminalität eingesetzt werden können. Der Präsident der Bundespolizei-Direktion Spezialkräfte, Olaf Lindner, twitterte: „Dies ist eine weitere Stärkung der Krisen- und Reaktionsfähigkeit der Bundespolizei bei der Bekämpfung schwerer Gewaltkriminalität und Terrorismus in der Hauptstadtregion.“
Die GSG9, die fortan in der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Berlin-Spandau stationiert sein soll, wurde bereits am 26. September 1972 von Ulrich Wegener gegründet. Zweifelhaften Ruhm errang die Einheit im Herbst 1977. Damals stürmte die Einheit die von palästinensischen Aktivisten entführte „Landshut“-Maschine. Auch bei der Festnahme der RAF-Mitglieder Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen war die besagte Einheit im Einsatz. Damals kam es zu Feuergefechten zwischen den GSG9-Beamten und den RAF-Mitgliedern. Während Politik und Polizei noch heutzutage behaupten, dass Wolfgang Grams sich selbst erschossen habe, gelten seine genauen Todesumstände vielen Linken noch immer als ungeklärt. So existieren noch heute Hinweise darauf, dass Grams von den Beamten exekutiert worden sei. (mehr…)

Noch mehr rechte Angriffe in Berlin

Wie Apabiz aus Berlin mitteilt, ist die Zahl der Angriffe von Rechten u.a. im Jahr 2018 auf 309 (2017: 267 Übergriffe) gestiegen. Davon betroffen waren 423 Personen darunter 19 Kinder, die körperlich angegriffen wurden, dabei waren auch 115 Fälle schwerer Körperverletzungen.
Der Anstieg ist als Resultat rechter Politik, wie durch die AfD zu betrachten – hat aber auch mit den gewollten ergebnislosen Ermittlungen der Strafbehörden zu tun. Nicht zu vergessen die extrem rechten Bekundungen von LKA-Mitarbeiter_innen. Passt schon, von der Seite des Staates…

Möchtegern-Zensor: die AfD

Versuche der Berliner AfD die Ausstellung »Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945« zu zensieren, sind zunächst gestoppt wie das apabiz mitteilt.
Die Ausstellung erwähnt die AfD an zwei Stellen weswegen die rechte Partei vor das Verwaltungsgericht zog und unterlag.

Auf die AfD Berlin insgesamt bezieht sich die Neuauflage der Recherche-Broschüre „Weg mit der der Berliner AfD!“ Es gibt u.a. einen Einblick in die Dienstleistungsstruktur rund um die AfD. Berichtet wird außerdem über die parlamentarischen Mitarbeiter*innen auf Landes- und Bundesebene sowie über AfD-Mitglieder in Sicherheitsbehörden.

Die Broschüre gibt es natürlich auch gedruckt in einschlägigen Läden etc.

Der Antisemit Peter Beuth

Die Beuth Hochschule im Berliner Bezirk Wedding, soll einen neuen Namen erhalten. Seit Jahren sind die antisemitschen Reden von Peter Beuth (1781-1853) in der Öffentlichkeit bekannt.
Eine studentische Initiative für einen schönen Hochschulnamen /AntiBeuth.de hat dazu einen Comic veröffentlicht, der den Antisemitismus von Beuth und das lange Beharren der Hochschule für den bisherigen Namen belegt. Und das, obwohl schon zur Zeit der Namensgebung der Hochschule nach Beuth, im Jahr 2009, der Antisemitismus von Peter Beuth seit 2003 durch Professor Nienhaus bekannt war!
Die ganze Wahrheit über den Antisemiten Peter Beuth im Comic.