Thalia macht die Tarifflucht mit fiesen Tricks

UPDATE 2: UZ-Interview Thalia drückt Löhne
UPDATE 1: Ein Jahr Gnadenfrist/ver.di will informieren nichts zu unterschreiben in jW

Wie ver.di heute mitteilt, hat das Thalia-Management rückwirkend zum 1. Januar die dreizehn Berliner Thalia-Filialen in nicht tarifgebundene Gesellschaften überführt. Betroffen davon sind 220 Beschäftige, die bisher Tariflohn erhielten, auch die Filiale im Gesundbrunnen-Center.

DKP fordert sofortige Rückkehr in den Tarifvertrag
In kapitalistischer Reinkultur nutzt das Thalia-Management die aktuelle Pandemie aus, um vollendete Tatsachen zu schaffen, sogar unter Umgehung der Mitbestimmung. So wurde zum Beispiel der Betriebsrat einfach übergangen. Die Filiale in der Betriebsratsvorsitzende arbeitet, wurde kurzerhand in eine eigene Gesellschaft ausgegründet, um den Betriebsrat aus dem Weg zu haben.
Für die Beschäftigten sollen jetzt andere Sitten herrschen. Lohn gibt es nicht mehr nach Tarif, sondern „erfolgsabhängig“. Lohnerhöhungen soll es nur nach Unternehmenserfolg geben. Ver.di fürchtet sogar weniger Lohn bei ausbleibenden Unternehmenserfolg.
Wer solche Methoden aufzieht, braucht sich nicht wundern, wenn das Thalia-Image Schaden nimmt und die Kundschaft sich dreimal überlegt, wo Bücher und vieles andere mehr einkauft werden.
Die DKP fordert das Thalia-Management auf alle eingeleiteten Schritte zuungunsten der Beschäftigen sofort rückgängig zu machen. Vom Berliner Senat fordert die DKP alle Unterstützungen für das Unternehmen von der Rückkehr zu Tarifvertrag und Einhaltung der Beschäftigtenrechte abhängig zu machen.

Die ver.di Pressemitteilung


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